zur Übersicht

Aufklärungspflicht der Bank über Darlehen & Risiken Kapitalanlage

Es ist der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu verdanken, dass die Aufklärungspflicht von Banken im Zusammenhang mit der Erbringung von Wertpapiernebendienstleistungen, wie sie im Rahmen einer Kapitalanlage in der Regel erbracht werden mittlerweile detailliert herausgearbeitet ist.

Ziel dieser Aufklärungspflicht der Bank ist es, den Anleger vor den Risiken einer Kapitalanlage, die er in der Regel aufgrund seines Wissensdefizits nicht abschließend überblicken kann zu schützen und ein Höchstmaß an Transparenz sicherzustellen.

Es ist beinahe gefestigte Rechtsprechung, dass ein Auskunfts- oder Beratungsvertrag mit Haftungsfolgen zwischen dem Bankinstitut und dem Anleger bereits dann stillschweigend zu Stande kommt, wenn entweder die Bank an den Kunden oder der Kunde an die Bank herantritt um über die Anlage eines Geldbetrags zu beraten.

Zu beachten ist allerdings, dass im Rahmen von Darlehensverträgen eine grundsätzliche andere Rechtslage vorherrscht. Eine Aufklärungspflicht der Bank besteht hier grundsätzlich zunächst nicht.

Nur in besonderen Ausnahmefällen und wenn explizit oder stillschweigend ein Beratungsvertrag hinsichtlich einer Finanzierung zwischen dem Bankinstitut und dem Kunden geschlossen resultiert daraus eine Aufklärungspflicht der Bank. Weitere Infos dazu gibt es im Rahmen einer Erstberatung bei Ihrem Fachanwalt- für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Ihr Ansprechpartner

Markus Jansen

Markus Jansen

Rufen Sie uns an  (0 21 31) 66 20 20

Passende Artikel zu Bank- und Kapitalmarktrecht:

OLG Düsseldorf: Hohe Hürden für Darlehenskündigung aus wichtigem Grund

25.09.2020

Die Gewährung eines Darlehens ist in der Regel an die Vermögensverhältnisse des Darlehensnehmers oder an Sicherheiten gekoppelt. Tritt hier eine wesentliche Verschlechterung ein oder ist dies zu befürchten, hat der Darlehensgeber ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Mehr lesen 

BGH: Bank verliert Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung – Kein Grund zum Widerruf

21.08.2020

Das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28. Juli 2020 zur Vorfälligkeitsentschädigung bei Verbraucherdarlehen dürfte für ein lachendes und ein weinendes Auge sorgen – sowohl bei den Banken als auch bei den Verbrauchern (Az.: XI ZR 288/19).

Mehr lesen 

Unzulässige Zwangsvollstreckung – BGH zur Aufteilung des Erlöses nach Versteigerung

08.05.2020

Kann ein Schuldner seine Rechnungen nicht mehr bezahlen und es steht eine Zwangsvollstreckung an, kommt dabei oft Grundbesitz unter den Hammer. Wird allerdings die Zwangsvollstreckung auf Gegenklage des Schuldners für unzulässig erklärt, fällt der auf den Titel entfallende Teil des Erlöses der Versteigerung dem Schuldner zu. Das hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 20.02.2020 entschieden (Az.: V ZB 131/19).

Mehr lesen 

EuGH gibt Widerrufsjoker für 20 Millionen Autokredit- und Leasingverträge frei

30.03.2020

Der EuGH hat in der Sache C-66/19 den Widerrufsjoker neu zum Leben erweckt: Das Landgericht Saarbrücken hatte in einer Verbraucherklage gegen die Stadtsparkasse Saarlouis den Europäischen Gerichtshof einbezogen, um die Frage nach der Zulässigkeit von sogenannten Kaskadenverweisen im europäischen Kontext zu klären.

Mehr lesen 

Widerrufsjoker - EuGH rüffelt BGH-Entscheidung aus 2016

30.03.2020

Die Entscheidung ist eine Klatsche für die deutsche Rechtsprechung in Karlsruhe. Der EuGH sagt, dass die betreffende Widerrufsklausel in keiner Weise mit den geltenden EU-Richtlinien in Einklang gebracht werden können – eben das hatte der BGH allerdings immer wieder gegenteilig hervorgehoben.

Mehr lesen 

Corona-Krise: Darlehen können vielfach NICHT mehr gekündigt werden

28.03.2020

Die Corona-Krise geht für viele Verbraucher mit einschneidenden Veränderungen der finanziellen Verhältnisse einher.  Daher ist es gut und richtig, dass sie gegenüber ihrer Bank einen Anspruch auf Stundung der Kapitaldienstraten oder gar auf Vertragsänderung haben. Kündigungen von Darlehensverträgen sind in Zeiten der Krise nicht mehr ohne weiteres möglich, wenn der Verbraucher wegen der Folgen der Krise nicht mehr zahlen kann.

Mehr lesen 

Betriebliche Altersversorgung: Freiwillige Auskünfte des Arbeitgebers müssen richtig sein

19.02.2020

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) kann ein wichtiger Baustein für eine Zusatzrente im Alter sein. Viele Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern eine solche Betriebsrente an, z.B. auch in Form einer Entgeltumwandlung. „Aber Vorsicht: Es können Sozialabgaben und Steuern anfallen“, sagt Rechtsanwalt Markus Jansen von der Kanzlei AJT in Neuss.

Mehr lesen 

BGH: Weitreichende Folgen bei fehlerhafter Anlageberatung

06.01.2020

Anlageberater und Anlagevermittler treffen umfassende Informationspflichten. Eine Verletzung der Auskunfts- und Beratungspflichten kann weitreichende Folgen haben, wie ein Urteil des BGH vom 21.11.2019 zeigt (Az.: III ZR 244/18).

Mehr lesen